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Black Stories Matter

Black Community

Justice for Mbobda, 17.08.2020

 

Am 12.08., 13.08. und 15.08.2020 sind wir auf die Straße gegangen um unseren Unmut und Ärger darüber auszudrücken, dass die Staatsanwaltschaft Hamburg das Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung mit Todesfolge im Fall unseres Bruders William Tonou Mbobda ohne Erhebung einer Anklage einfach eingestellt hat.

 

HINTERGRUND:

Bruder Tonou Mbobda wurde am 21.04.2019 vom Sicherheitspersonal des UKE getötet. Er befand sich in einer psychischen Krise und begab sich freiwillig in die Psychiatrie des Universitätsklinikums Eppendorf (UKE) zur Aufnahme. Er stellte die Einnahme der Medikamente ein, weil er eine Allergie entwickelte. 3 Jahre zuvor starb bereits Mbobdas jüngerer Bruder an einer allergischen Reaktion auf die verschriebenen Medikamente.

 

Die Behandelnde Ärztin wollte Mbobda zwingen die verschriebenen Medikamente einzunehmen und beauftragte den Security Dienst ihn vom Vorhof der Krankenhaus Station rein zu holen. Zum Zeitpunkt des Angriffs saß Bruder Mbobda ruhig draußen in einem ausgewiesenen Raucherbereich des UKE. Alle Augenzeugen berichten von der exzessiven Gewaltanwendung durch das Sicherheitspersonal des UKE, die ihn auf der Stelle tötete.

 

Mbobda befand sich im Koma und wurde im UKE an Beatmungsgeräten am Leben gehalten. Erst am 26.04.2019 fand eine gerichtsmedizinische Untersuchung stattfand, um seinen Tod festzustellen.

 

Im vergangenen Jahr kam es zu einer großen Empörung. Nach einem Jahr und vier Monaten dauernden Ermittlungen entschied der Staatsanwalt nun am 05. August 2020, dass es keine Anklage vor Gericht geben sollte. Er behauptete, dass Bruder Mbobda gefährlich gewesen sei und dass die Mitarbeiter des UKE die richtigen Verfahren befolgt hätten und seine Todesursache ein Herzfehler gewesen sei.

 

‼️ DIESE BEGEBENHEIT IST LEIDER KEIN EINZELFALL. REGELMÄßIG WERDEN SCHWARZE MENSCHEN RASSISTISCH PROFILIERT, KRIMINALISIET, VERGEWALTIGT UND GETÖTET. ‼️

 

Wir alle waren von dem Mord an George Floyd berührt und schockiert. Der Fall Mbobda zeigt uns in grausamer Deutlichkeit, wie nah auch in Deutschland rassistische Morde seitens von Institutionen sind. Mbobdas Tod darf nicht ohne Konsequenzen für alle Verantwortlichen bleiben. 

Die Black Community muss zusammen kommen damit das Geschehene nicht in Vergessenheit gerät und die Familie und wir alle, die Gerechtigkeit bekommen, und die uns zusteht. Die gesamte Hamburger Zivilgesellschaft ist aufgerufen sich solidarische zu zeigen und unseren Kampf zu unterstützen. Nur wenn wir uns selbst organisieren, können wir etwas bewegen. Die Hamburger Staatsanwaltschaft ebenso wie das UKE müssen den Druck der Bewegung spüren. Schwarzes Leben zählen und dafür stehen wir ein. Unsere Stimmen dürfen nicht verhallen! Touch One – Touch All!!

 

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